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Kommentar Frederick Rindle: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Kommentar: Frederick Rindle
Wenn nicht jetzt, wann dann?

Frederick Rindle
Frederick Rindle, Stellvertretender Chefredakteur

Was 2007 schon für die deutschen Handballweltmeister um Heiner Brand galt, gilt heute ebenso für alle, die sich mit der industriellen additiven Fertigung beschäftigen. Denn in Zeiten einer konjunkturellen Abkühlung haben viele Fertigungsverantwortliche zum einen die Zeit und zum anderen lastet auf ihnen der Druck, sich mit neuen Technologien zu beschäftigen. Themen wie Digitalisierung und 3D-Druck wurden von vielen Entscheidern aus Zeitmangel und wegen übervoller Auftragsbücher auf die lange Bank geschoben. Jetzt allerdings ist die Gelegenheit, sich auf die neuen Produktivitätstreiber zu stürzen.
Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass die Anbieter von 3D-Druck-Lösungen jetzt zu ihren Kunden müssen. Mit der EMO, der Weltleitmesse für die Metallbearbeitung bietet sich eine Chance, die Maschinenbaubranche für neue Lösungen zu begeistern. Denn unter dem Motto „Smart technologies driving tomorrow´s production” rückt die EMO den Paradigmenwechsel in der Industrieproduktion in den Fokus. Im Mittelpunkt des Interesses steht nicht mehr nur „besser, schneller, genauer“, sondern eben auch die Entwicklung und Umsetzung neuer Technologien.
Um der additiven Fertigung auf der EMO 2019 den richtigen Rahmen zu bieten, hat das Team der „additive“ gemeinsam mit dem VDW den additive manufacturing circle ins Leben gerufen. Auf dem Gemeinschaftsstand mit angeschlossenem Forum präsentieren neun Unternehmen 3D-Druck-Lösungen aus der Praxis.
Über den Maschinenbau hinaus beflügeln die Möglichkeiten der additiven Fertigung die Entwicklung in zahlreichen weiteren Disziplinen – die Medizintechnik ist dabei sicherlich eine der spannendsten Branchen. Auf der Messe Rapidtech + Fabcon 3D waren hierzu zahlreiche innovative Ansätze zu bestaunen, die von der computer‧assistierten Geschichtschirurgie über die Herstellung von Dentalimplantaten und neuartige Knochenimplantate bis hin zu Gewebestrukturen reichten.
Noch ein Veranstaltungstipp: Die Fachtagung „Additive Manufacturing“, am 4. Dezember 2019 bei der „Technischen Akademie Esslingen“, gibt einen Überblick über neuste Entwicklungen und Anwendungen im Bereich der additiven Fertigung. https://additive.industrie.de/fachtagung-am

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