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Trumpf: Das Programm „Internehmertum“ und seine Start-ups

Drei Ausgründungen bereits am Markt aktiv
Trumpf: Das Internehmertum und seine Start-ups

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One Click Metal wurde im April 2019 gegründet und hat seinen Sitz in Tamm bei Ludwigsburg. Bild: One Click Metal
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Das Technologieunternehmen Trumpf hat vor rund drei Jahren ein Programm aufgesetzt, bei dem Betriebsangehörige während der Hälfte ihrer Arbeitszeit selbst entwickelte Geschäftsideen in die Tat umsetzen können. Die ersten Ausgründungen sind nun am Markt, weitere folgen in den nächsten Wochen.

Um einen Platz in dem Programm bekommen zu können, reichen die Mitarbeiter ihre Ideen bei einem Fachgremium ein. Die Experten wählen dann die besten aus. Überzeugt der Ansatz, darf der Mitarbeiter für zunächst drei Monate sein Projekt weiterentwickeln. Ihn begleiten dabei auch externe Fachleute für Unternehmensgründungen und neue Geschäftsmodelle. Ziel ist, dass am Ende eine marktfähige Lösung steht. Auf dem Weg dorthin unterstützen Mitarbeiter von Trumpf mit Know-how und Coaching.

Nach jeweils einem Vierteljahr entscheidet das Fachgremium, ob das Start-up fortgeführt werden kann oder der Mitarbeiter auf seine ursprüngliche Position zurückkehrt. 16 Ideen durften in dem Programm bislang weiterverfolgt werden, mittlerweile sind bereits drei als Ausgründung am Markt aktiv: One Click Metal Metall, Peers und Q.Ant

Einfacher Metall-3D-Drucker für die Industrie

3D-Druck ist bei vielen Unternehmen aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Doch die gängigen 3D-Drucker bedienen, laut Trumpf, vor allem die Interessen großer Industrieunternehmen. Kleinere und mittelständische Unternehmen haben es dagegen bei der Auswahl eines einfachen Modells schwer, denn es gibt nicht viele einfache und kostengünstige, aber dennoch industrietaugliche 3D-Drucker am Markt.

„One Click Metal“ hat sich auf diese Marktnische spezialisiert. Mit rund 20 Mitarbeitern entwickelt das Unternehmen Maschinen, die über die Hälfte günstiger sein sollen als der durchschnittliche Marktpreis. Ab Juli liefert es die ersten Systeme aus, bestehend aus einem Drucker, einer Auspack- und Siebstation und einer Software zur Datenvorbereitung. Zu den Kunden gehören Unternehmen aus den Branchen Maschinen- und Werkzeugbau, Automotive und auch Ausbildungsstätten. Dort werden die Systeme im Bereich Produktentwicklung und Prototyping, aber auch in der industriellen Fertigung von Einzelteilen und Kleinserien genutzt.

KI-Start-up vermittelt Weiterbildungsangebote

Das Start-up „Peers“ hat eine digitale Plattform für Weiterbildungslösungen entwickelt. Es hat seinen Sitz in Berlin und beschäftigt neun Mitarbeiter. Das Unternehmen begleitet Firmen auf ihrem Weg in die digitalisierte Arbeitswelt und vermittelt den Mitarbeitern die dafür nötigen Kompetenzen. Ziel ist, die normalerweise beratungsintensive Auswahl, Organisation und Abwicklung von Weiterbildung automatisiert anzubieten.

Zum Ermitteln passender Weiterbildungsangebote nutzt das Start-up eine Software, die auf künstlicher Intelligenz basiert. In den vergangenen Monaten gingen bei Peers noch mehr Aufträge ein als vor der Corona-Krise. Zu den Kunden gehören Unternehmen der verarbeitenden Industrie, vor allem aus der Metall- und Elektro-Branche. Zu den Partnern zählen große Weiterbildungsanbieter in Deutschland wie etwa Haufe, die WBS Akademie und die Pink University. Die Verbindung zu Trumpf ist aber weiterhin eng: Mit 10 % beteiligt sich die Trumpf Venture GmbH an Peers. Nach der Ausgründung hat sich auch die Venture Capital Gesellschaft First Momentum Venture aus Karlsruhe an Peers beteiligt. Den Markt für Lernanbieter, Personalberatung und HR-Software schätzen Experten auf 7 Milliarden Euro.

Quantentechnologie für die Industrie

Das Start-Up Q.Ant arbeitet an der Industrialisierung der Quantentechnologie. Ziel des Unternehmens ist, diese mithilfe neuer photonischer Technologien massentauglich zu machen. Die möglichen Anwendungsfelder liegen im Bereich der Sensorik, der bildgebenden Technologie, der Datensicherheit und des Computings.

Die Technologie des Start-Ups könnte irgendwann die Mikroskopie lebender Zellen vereinfachen und das autonome Fahren beschleunigen, indem sie Autos helfen, ihre eigene Position millimetergenau zu bestimmen. Partner des Start-Ups sind Konzerne der Pharma-, Halbleiter- und Automobilindustrie. Das Unternehmen beschäftigt rund 15 Mitarbeiter und hat seinen Sitz in Stuttgart-Vaihingen.

Trumpf GmbH + Co. KG

Johann-Maus-Straße 2

71254 Ditzingen

www.trumpf.com

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