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VDMA gründet Fachverband Additive Manufacturing

Dr. Markus Heering wird Geschäftsführer
VDMA gründet Fachverband Additive Manufacturing

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In vielen Industriezweigen wird die Herstellung von komplexen Teilen und Strukturen erst durch 3D-Druck ermöglicht. Deutsche und europäische Unternehmen sind hier führend – und die Mitglieder des VDMA spiegeln dies wider. Bild: nordroden/stock.adobe.com

Um das Potenzial der additiven Fertigung noch weiter auszuschöpfen und das Netzwerk der Unternehmen zu stärken, gründet der VDMA nun eigens einen Fachverband Additive Manufacturing, der von Dr. Markus Heering als Geschäftsführer geleitet wird. Der Fachverband ergänzt die bereits existierende VDMA-Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing, in der aktuell rund 200 Mitgliedsfirmen und -institute aus ganz Europa und aus allen Bereichen der additiven Prozesskette mitwirken. Gemeinsam arbeiten sie daran, die Technologie für den Einsatz in vernetzten hochautomatisierten Prozesswelten der Industrie 4.0 nutzbar zu machen.

Die Bedeutung der additiven Fertigung

In der industriellen Produktion nehmen additive Fertigungsverfahren national und international eine immer wichtigere Rolle ein. In vielen Industriezweigen wird die Herstellung von komplexen Teilen und Strukturen erst durch 3D-Druck und all seine Spielarten ermöglicht. Deutsche und europäische Unternehmen sind hier führend in der technologischen Entwicklung – und die Mitglieder des VDMA spiegeln dies wider.

Internationale Mitgliedsunternehmen prägen
mit ihren Verfahren den neuen Fachverband

Der neue Fachverband Additive Manufacturing ist geprägt von internationalen Mitgliedsunternehmen. Deren innovative Verfahren bieten das benötigte Potenzial, um Zukunftsfelder wie die Wasserstoffwirtschaft, nachhaltige Mobilität oder personalisierte Medizin zu entwickeln.

  • Sie stellen beispielsweise Sandwichstrukturen von Brennstoffzellen und Elektrolyseuren in unterschiedlichsten Kombinationen vielversprechender Werkstoffe her. So können sie auf ihre Kontaktwiderstände, Korrosionsbeständigkeit und katalytische Aktivität überprüft werden.
  • Andere Unternehmen nutzen AM-Verfahren, um individuell angepasste Implantate zu fertigen.
  • Im Flugzeugbau wird es möglich, bionisch gewichtoptimiert Strukturen zu fertigen. Mithilfe aufwändiger Simulationen erfüllen diese alle Stabilitätsanforderungen. Zugleich minimieren sie den Bedarf an Materialien wie Aluminium und Titan.
  • Bei der geplanten Umstellung von Gasturbinen auf den Wasserstoffbetrieb verschafft Additive Manufacturing Abhilfe: Optimierte Turbinenblätter mit gezielt gehärteten Oberflächen an höchst beanspruchten Bereichen sowie mit innen verlaufenden Strömungskanälen versprechen effizientere Energiewandlung.

Solche Potenziale lassen sich nur heben, wenn es gelingt, additive Fertigungsverfahren in hochautomatisierte industrielle Prozessketten der Zukunft einzubinden. Und genau das ist das Ziel, auf das die Mitglieder im VDMA seit einigen Jahren systematisch hinarbeiten. Unter anderem treiben sie im Sinne der Vernetzung die Anwendung der international anerkannten Schnittstellenstandards OPC-UA und die Datenkommunikation mit Umati voran. Stück für Stück automatisierten sie die Prozesskette vom Design über das Materialhandling bis zur Nachbearbeitung und integrieren im Sinne reproduzierbarer Qualität Lösungen für eine optische Rundum-Prozesskontrolle in ihre Maschinen und Anlagen. (eve)

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