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Frederick Rindle: Robotik und 3D-Druck finden nicht zusammen

Kommentar
Robotik und Additive Fertigung finden nicht zusammen

Frederick Rindle, Stellvertretender Chefredakteur

Was für ein Traumpaar: Roboter und 3D-Drucker für Metall. Aber nein, obwohl die Additive Fertigung schon reif für die Serie ist, bislang noch für kleinere und mittlere Losgrößen, haben wir weder von den Anlagenherstellern noch von den Anwendern gehört, dass der Kollege Roboter in die Fertigung miteingebunden wäre. Zu Komplex seien die Bauteilentnahme und die darauffolgenden Prozessvorbereitungen um die Arbeiten mannlos ablaufen lassen zu können.

Damit eine automatisierte additive Großserienfertigung Realität werden kann, muss der gesamte Fertigungsprozess neu gedacht werden. Ähnlich wie bei der Bauteilkonstruktion braucht es für die Additive Fertigung völlig neue Prozessschritte mit eigenen Produktionsmitteln. Mobile Roboter mit abgeschlossenen Transportkammern könnten ebenso wie in die Maschinen integrierte Leichtroboter eingesetzt werden. Was allerdings beim Metall-3D-Druck heute schon funktioniert, ist die Integration möglichst vieler Prozessschritte in einer Anlage. So sind etwa das Entpulvern und Reinigen schon voll automatisiert worden.

Wie sooft hängt die Tauglichkeit einer Technologie für die Serienfertigung auch von der Branche ab. In der Dentalindustrie ist der 3D-Druck laut Trumpf schon weit verbreitet. Vor allem größere Dentallabore fertigen individuellen Zahnersatz wie Brücken und Kronen bereits in Serie (additive 1/2109 – Seite 24). Auch Start-ups wie Solidteq, einem Spezialist für den 3D-Druck in Metall, haben sich schon fit gemacht für die Serienfertigung (additive 1/2109 – Seite 30). Die Qualitätssicherer haben sich des Themas Serienproduktion ebenfalls schon angenommen. Dabei wurde gleich die gesamte Prozesskette anvisiert (additive 1/2109 – Seite 78).

Der Autor: Frederick Rindle

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