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Fraunhofer IGD optimiert Cuttlefish 3D-Druckertreiber

Polyjet-Anwendungen von Stratasys
Fraunhofer IGD optimiert Cuttlefish 3D-Druckertreiber

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Augenprothese, mit Cuttlefish auf einem J750 3D-Drucker von Stratasys gedruckt. Bild: Fraunhofer IGD
Das Fraunhofer IGD, ein Forschungsinstitut für angewandte graphische Datenverarbeitung, hat seinen Cuttlefish 3D-Druckertreiber für den Polyjet 3D-Druck von Stratasys optimiert.

Der vollfarbige Multi-Material-Polyjet 3D-Druck eignet sich besonders für Produktdesigner, wobei bis zu acht Materialien in einem Arbeitsschritt verarbeitet werden. Das Cuttlefish-Softwarepaket von Fraunhofer unterstützt die Polyjet-Systeme seit 2017 über die Schnittstelle Grab-CAD Voxel Print. Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD hat nun die Algorithmen verbessert sowie neue hinzugefügt. Nun können bei höherer geometrischer Präzision und Farbgenauigkeit die Kosten beim 3D-Druck gesenkt werden.

Philipp Urban, Abteilungsleiter für 3D-Druck-Technologien am Fraunhofer IGD, erläutert die Rolle von Cuttlefish: „Wenn es um die Optimierung für die Massenproduktion, spezielle Farbwünsche oder Transluzenzstufen, Nesting oder individuelle Farbkalibrierung geht, dann sind wir die Lösung.“

Das Team von Urban arbeitet seit 2014 an der Entwicklung der Software, die es ermöglicht, mit mehreren Druckmaterialien gleichzeitig zu arbeiten, die Geometrie und die Farben (einschließlich Transluzenzen sowie feiner Farbübergänge) des Originals exakt wiederzugeben und den Ausdruck vorab auf dem Bildschirm zu simulieren. Mit Cuttlefish wurden bereits hunderttausende Polyjet-3D-Drucke für Kunden in unterschiedlichen Branchen gedruckt.

„Unsere Kooperation ist langfristig angelegt mit dem Ziel, dass Stratasys-Kunden das technische Potential der Drucker voll ausschöpfen können“, so Urban.

3D-Druck-Forschung

Universitäten und Forschungseinrichtungen, die PolyJet-Drucker im Rahmen ihrer 3D-Druck-Forschung einsetzen, können die Plugin-Funktionalität von Cuttlefish nutzen, über die eigene Methoden und Software-Komponenten in den Cuttlefish-Workflow integriert werden können. Auf diese Weise müssen die Forscher nicht alles selbst programmieren, sondern können auf die bereits vorhandene Expertise des Fraunhofer IGD aufbauen.

Filmreife Leistung von Stratasys und Cuttlefish

Animationsstudio und Stratasys-Kunde Laika hat den Vorteil beider Technologien bereits erkannt. Für den Stop-Motion-Film „Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer“, wurden über 106.000 Gesichter mit Cuttlefish 3D-gedruckt. Die größte Herausforderung bestand darin, dass viele Farben verwendet werden, um lebensechte Modelle zu erstellen. Jeder Farbton musste genau dem des vorausgegangenen Bildausschnitts entsprechen. Brian McLean, Laikas Director of Rapid Prototype, erzählt: „Wir verwenden 3D-Drucker in Stop-Motion-Produktionen seit Coraline, dem ersten Film von Laika. Für unsere aktuelle Produktion, Mister Link, haben wir die Technologien des Fraunhofer IGD eingesetzt, weil sie eine einzigartige Farbkonsistenz und geometrische Genauigkeit ermöglichen. Durch die Kombination der Cuttlefish-Software mit dem Stratasys 3D-Drucker der J750-Serie – konnten wir die komplexesten farbigen 3D-Druckflächen erstellen, die je produziert wurden.“ Das Ergebnis konnte sich in der Tat sehen lassen und wurde entsprechend honoriert: 2020 gewann Mister Link den Golden Globe in der Kategorie Best Animated Feature.

Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt
www.igd.fraunhofer.de
www.igd.fraunhofer.de/kompetenzen/technologien/3d-druck

Stratasys EMEA Regional Office
Airport Boulevard B 120
77836 Rheinmünster
Tel.: +49 7229 7772–0
www.stratasys.com/de

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