Daimler, EOS und Premium Aerotec stellen digitalisierte Fertigungslinie „NextGenAM“ vor

Vollautomatische AM-Anlage für die Serienfertigung

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Die Partner Premium Aerotec, EOS und Daimler haben als Ergebnis des Projektes „NextGenAM“ eine Pilotanlage für eine automatisierte und digitalisierte Additive Serienfertigung vorgestellt. Die Fertigungslinie ermöglicht es Aluminiumteile für die Auto- und Luftfahrtbranche deutlich wirtschaftlicher zu produzieren.

Ziel des Pilotprojekts „NextGenAM“ war es, eine automatisierte Fertigungslinie zu entwickeln, die Aluminiumteile für die Auto- und Luftfahrtbranche deutlich wirtschaftlicher fertigen kann. Die Bilanz: Bezogen auf den gesamten Produktionsprozess bei Premium Aerotec konnten die Herstellungskosten im Vergleich zu bisherigen Anlagen für 3D-Druck um bis zu 50 Prozent reduziert werden. „Im Flugzeugbau ist Premium Aerotec internationaler Vorreiter im Bereich des metallischen 3D-Drucks. Diese Expertise gilt es nun weiter auszubauen und auch in anderen Branchen erfolgreich zum Einsatz zu bringen,“ sagt Dr. Thomas Ehm, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Premium Aerotec.

Meilenstein auf dem Weg zur digitalen Fertigung

Die Anlage basiert auf einer skalierbaren additiven Produktionskette, welche vollautomatisiert bis zum mechanischen Absägen der gedruckten Teile von der Trägerplatte abläuft. Das bedeutet, dass von der Datenvorbereitung und zentralen Pulverbereitstellung über den eigentlichen AM-Bauprozess bis hin zur Wärmebehandlung, Qualitätssicherung und Separierung der Bauteile von der Trägerplatte keine manuellen Arbeiten mehr anfallen. Technischer Kern der Anlage ist das Vier-Laser-System EOS M 400-4 zum metallbasierten industriellen 3D-Druck. Ein fahrerloses Transportsystem und Roboter sorgen für einen reibungslosen Durchlauf der Teile durch die gesamte Produktionslinie.

Der gesamte Produktionsprozess steuert sich über einen zentralen, autonomen Leitstand selbst. Hierfür wurden alle eingesetzten Maschinen vernetzt. Die Auftragsdaten werden an den Leitstand übertragen, dieser priorisiert die einzelnen Bauaufträge und ordnet sie einem AM-System zu. Während des Bauvorgangs ist der Fertigungsstatus auch ortsunabhängig mobil abrufbar. Nach Abschluss der kompletten Produktionskette werden die Qualitätsberichte zentral zurück an den Leitstand gesendet. Dieser stellt alle benötigten Daten zur Erstellung eines digitalen Zwillings bereit, was unter anderem eine umfassende Rückverfolgbarkeit ermöglicht.

Dr. Adrian Keppler, CEO EOS, sagt: „Wir sind sehr stolz auf das, was wir gemeinsam mit unseren Partnern Premium Aerotec und Daimler erreicht haben. Das NextGenAM-Projekt zeigt ganz konkret, wie der industrielle 3D-Druck als Teil einer automatisierten Prozesskette auch in der Serienfertigung wirtschaftlich Einsatz finden kann. In Kombination mit den genutzten Möglichkeiten der Digitalisierung ist die Pilotanlage nicht weniger als ein Meilenstein auf dem Weg zur digitalen Fertigung.“