Produktionsintegration und Vernetzung der konstruktiven Möglichkeiten im Fokus

3D-Druck unterwegs zur Serienfertigung

Serienfertigung
Der 3D-Druck eröffnet neue Potenziale hinsichtlich Design- und Funktionsoptimierung von Komponenten . Bild: Solidteq
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Eine der großen Herausforderungen der additiven Fertigung ist immer noch die wirtschaftliche Herstellung von Vor- und Kleinserien. Mit einem ganzheitlichen Blick auf alle Phasen der Additiven Fertigung geht Solidteq – ein Spezialist für den 3D-Druck in Metall und ein Startup der Rheinmetall Group – diesem Zukunftsthema entgegen.

Hinsichtlich Design- und Funktionsoptimierung von Komponenten eröffnet der 3D-Druck neue Potenziale. Oftmals steht die Lohnfertigung von Einzelteilen und Prototypen im Vordergrund. Die Anforderungsreichweite der Serienfertigung allerdings übertrifft die der Prototypenfertigung bei weitem. Hier geht es um die effiziente Integration in bestehende Produktionsumgebungen und ebenso um die intelligente Vernetzung der konstruktiven Möglichkeiten des 3D-Drucks mit konventioneller Fertigung, insbesondere mit allen Formen der mechanischen Nachbearbeitung und Veredelung.

„Die ersten Erfahrungen, die wir in der letzten Zeit mit der Entwicklung von Serienprodukten machen, begeistern uns, weil wir sehen, dass wir hier den nächsten Schritt der Industrialisierung des 3D-Drucks mitgestalten“, so Benedikt Szukala, Leiter Unternehmensentwicklung bei Solidteq. „Allerdings begegnen wir auch völlig neuen Anforderungs- und Verantwortungsszenarien, mit denen umzugehen wir lernen müssen“, so Szukala weiter.

Erhöhte Komplexität in allen Fertigungsphasen

Die hohe Designfreiheit und verbesserte Produktfunktionalität in der additiven Fertigung korrespondiert in der Regel mit einer wesentlich höheren Komplexität des Endproduktes. Eine Komplexität, die sich in der Serienfertigung auch auf die vor- und nachgelagerten Fertigungsphasen des 3D-Drucks auswirkt.

Gegebenenfalls muss die Verbesserung von Funktions- oder Materialeigenschaften sehr gezielt die spezifische mechanische Nachbearbeitung und Veredlung des Produktes – sprich Wärmebehandlung, Schweißen, Beschichten, Lackieren um nur einige zu nennen — in den Blick nehmen. Sei es um Qualität oder Kosten des Serienbauteils weiter zu verbessern oder Fertigungsrisiken zu minimieren. Das kann bis zu erneuten Designanpassungen in der Konstruktion führen, um eine optimierte Reihenfolge der Bearbeitungsschritte zu erreichen.

Darüber hinaus kommt in diesem komplexen Umfeld dem reibungslosen Zusammenspiel der unterschiedlichen Fertigungspartner eine zentrale Rolle zu. Schnittstellenmanagement wird zur Königsdisziplin. Die Anforderungen an die Fertigungspartner steigen sowohl sachlich-fachlich als auch in puncto Projektkommunikation und Abstimmungsprozesse.

Erfolgsfaktor Projekt- und Schnittstellenmanagement

Erfolgskritisch bei der Serienfertigung von Produkten ist natürlich die technische Ausstattung und der qualifizierte Zugriff auf alle Formen der Nachbearbeitung. Darüber hinaus liegen die entscheidenden Erfolgsfaktoren vor allem im Know-how und der praktischen Erfahrung.

Ein Dienstleister muss in der Lage sein, hohe Komplexität und zahlreiche Lieferantenschnittstellen in den Griff zu bekommen. Was er dafür braucht, ist ein breites Spektrum integrierter Fach- und Sozialkompetenz. Dazu gehören solide Kenntnisse in der Additiven Fertigung – angefangen in der Konstruktion, über CAD-Modell und Druck bis hin zur mechanischen Bearbeitung. Nicht zuletzt sollte das Unternehmen in der Lage sein alle Prozessbeteiligten konstruktiv zu einem stimmigen Projekt-Orchester zusammenzuführen.

Lohnfertiger oder Generalunternehmer

„In den Serienprojekten des vergangenen Jahres haben wir gelernt, dass wir zunehmend in die Rolle eines Generalunternehmers hineinwachsen, mit einem gestiegenen Koordinationsaufwand in jeder Prozessphase“, erläutert Szukala. „Dies in der Abstimmung mit Kunden, Partnern und bei der Koordination aller Nachbearbeitungsschritte und mit einer höheren Verantwortlichkeit für den finalen Projekterfolg. Wir glauben, dass sich in der Zukunft jeder 3D-Druck-Anbieter entscheiden muss: Entweder er bleibt reiner Lohnfertiger und Teilelieferant. Oder er übernimmt sukzessive die Rolle eines Generalunternehmers, der alle Phasen des Additiven Fertigungsprozesses verantwortlich abdeckt. Was er dafür braucht, ist ein interdisziplinäres Kompetenzportfolio.“

Über Solidteq

Solidteq ist spezialisiert auf den 3D-Druck mit metallischen Werkstoffen. Das aus der Rheinmetall Automotive AG hervorgegangene Start-up bündelt umfangreiche konzerninterne Kenntnisse im Bereich der additiven Fertigung und versteht sich als Treiber der Industrialisierung dieser Schlüsseltechnologie. Zielgruppen sind die Automobilindustrie, der Maschinenbau sowie weitere Branchen, die auf einen kurzen Produktentwicklungszyklus angewiesen sind oder sich dadurch zusätzliche Wettbewerbsvorteile verschaffen wollen. Das junge Unternehmen verbindet die Vorteile eines Start-ups mit der Solidität und der ausgereiften Infrastruktur eines Großkonzerns. Durch die langjährige Erfahrung in der Selective Laser Melting Technology bringt es eine hohe Prozesssicherheit und ein vertieftes Prozessverständnis mit.

Über den 3D-Druck erhalten Kunden schnell ein voll funktionsfähiges Produkt, das in Qualität und Material mit einer Serienfertigung vergleichbar ist. Neben den gleichbleibenden Materialeigenschaften ergeben sich eine Verkürzung des Produktionsprozesses, verbesserte Funktionen und eine hohe Wirtschaftlichkeit. Das Unternehmen legt großen Wert auf eine umfassende Kundenbegleitung und erschließt beratend Innovations- und Optimierungspotenziale.

Solidteq GmbH
www.solidteq.com


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