Kostengünstige und schnelle Herstellung endkonturnaher Rohlinge aus Metall

3D-Drucker nutzt Drahtaufschweißverfahren

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Die GT-arc Metall-3D-Drucker von Gefertec feierten auf der EMO 2017 Premiere. Bild: Gefertec
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Mit der GT-arc hat Gefertec eine Maschine zur additiven Fertigung entwickelt, die auf dem 3DMP-Verfahren (3D Metal Print) basiert. Diese neue additive Fertigungsmethode ermöglicht laut Hersteller die kostengünstige und schnelle Herstellung endkonturnaher Rohlinge aus Metall.

Das 3DMP-Verfahren der Berliner basiert auf erprobter Lichtbogenschweiß-Technologie und verwendet deshalb als Ausgangsmaterial Draht, mittels dessen Schweißraupe für Schweißraupe ein Werkstück generiert wird. Dieses neue Fertigungsverfahren bietet laut Gefertec im Vergleich zu herkömmlichen 3D-Druckmethoden, die Pulver als Ausgangsmaterial verwenden, eine Reihe von Vorteilen: Das aufwändige Pulverhandling entfalle, zudem seien die meisten Standardwerkstoffe zu deutlich niedrigeren Kosten bereits in Drahtform erhältlich.

Größter Vorteil sei jedoch die sehr hohe Aufbaurate, die in Abhängigkeit vom verwendeten Werkstoff aktuell bis zu 600 cm3 pro Stunde betrage. Dadurch eignet sich die GT-arc-Maschine für die schnelle und wirtschaftliche Fertigung auch größerer Werkstücke aus Stahl, Nickelbasis, Titan oder Aluminium.

Siemens arbeitet seit 2015 mit Gefertec zusammen und unterstützt das Start-up mit seinem Knowhow im Bereich Maschinenautomatisierung und PLM-Software. Die GT-arc-Maschinenreihe ist mit einer Sinumerik 840D sl-Steuerung, einem Sinamics S120-Umrichter sowie Servomotoren der Serie Simotics S ausgestattet. Die GT-arc-Maschinenreihe von Gefertec wird im Siemens-Elektromotorenwerk in Bad Neustadt an der Saale genutzt. Auch die Lupburger FIT AG hat bereits eine
GT-arc 800-5 im Einsatz.

Gefertec GmbH
www.gefertec.de


Preisgekrönte Technik

Für seine Entwicklungen im Bereich 3D-Druck ist
Gefertec gleich zweimal ausgezeichnet worden. Zunächst war das Unternehmen beim Deep Tech Award erfolgreich. Dieser Preis wird jedes Jahr vom Verband der IT- und Internetwirtschaft, SIBB e.V. und der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe verliehen. Ausgezeichnet wurde das Unternehmen für die 3DMP-Technologie und die 3DMP-CAM-Software, die die Basis für die GT-arc-Maschinen darstellen.

Auch beim Innovationspreis Berlin Brandenburg, dessen Fokus auf Unternehmen der Hauptstadtregion liegt, konnte sich Gefertec durchsetzen. Auch hier war die Jury von den Vorteilen des 3DMP-Verfahrens überzeugt: Das aufwändige Pulverhandling entfalle. Die Werkstoffausnutzung sei optimal. Standardwerkstoffe seien zu niedrigen Kosten in Drahtform erhältlich. Die Aufbaurate sei mit bis zu 600 cm3 pro Stunde sehr hoch. Das Verfahren sei für die schnelle und wirtschaftliche Fertigung auch größerer Werkstücke geeignet.

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